† Johann Aigner

Unser Ehrenmitglied, der ehemalige Ortsfeuerwehrkommandant OBI Johann Aigner, ist am 21. November verstorben. 60 Jahre war er Teil der Freiwilligen Feuerwehr Oberndorf. Die Zeichen seines Wirkens sind bis heute sichtbar und wir wollen ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren! Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, die lange und fest mit der Feuerwehr verbunden ist.

Das Begräbnis und die heilige Seelenmesse finden am Donnerstag, den 28.11.2019 um 14:00 Uhr in der Aussegnungshalle Oberndorf statt.

Herr Oberbrandinspektor Johann Aigner trat 1959 der Freiwilligen Feuerwehr Oberndorf bei, wurde 3x mit der Medaille für Katastrophenhilfe, mit dem Verdienstzeichen des LFV Salzburg 3. Stufe und zuletzt erst heuer zu seinem Geburtstag mit der Ehrenurkunde für 60 Jahre langjährige Tätigkeit ausgezeichnet. Anlässlich des 140-jährigen Jubiläums 2004 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

Aus der Wahl zum Ortsfeuerwehrkommandanten am 25.11.1978 ging Hans Aigner siegreich hervor, nachdem sein Vorgänger Othmar Gstettner als Bezirkskommandant nicht mehr im Amt war und Andreas Größlhuber als „geschäftsführender Kdt.“ nicht zur Wahl antrat. 42 Stimmen entfielen auf ihn, 29 auf Klaus Mühlfellner und 3 auf Josef Schauer, seinen späteren Nachfolger als OFK. Aigner ernannte Hannes Mairoll zu seinem Stellvertreter, der dieses Amt erstmals und danach noch öfter ausführte.

Es war eine Zeit, die mit der heutigen nicht mehr so einfach zu vergleichen ist, denn damals wurden zum Beispiel noch die Funkgeräte beim Kommandanten zu Hause geladen, weil im Zeughaus beim Mairoll kein Platz dafür war. Sein Sohn Manfred fungierte dabei mitunter als Schreiber, weil er das Maschineschreiben beherrschte, ehe Gerhard Seeleitner und schließlich Helmut Schrattenecker Schriftführer wurden.

Aber neben seiner Tätigkeit als Bus-Chauffeur, die ihn oft lange beanspruchte, schaffte er in seiner Amtsperiode von 5 Jahren bedeutende Schritte der Weiterentwicklung für die Feuerwehr zu setzen. Das Öl-Rüstfahrzeug wurde in Dienst gestellt, das die Schlagkraft der Feuerwehr bei Einsätzen mit Gefahrgut und Verkehrsunfällen ganz fundamental erweiterte. Zum ersten Mal verfügte die Feuerwehr über ein hydraulisches Rettungsgerät, die sogenannte Bergeschere. Bis weit ins Innviertel und auch in den bayerischen Raum wurde die Feuerwehr Oberndorf damit zu Hilfe gerufen.

Ein noch bedeutenderer Schritt in seiner Zeit als Ortsfeuerwehrkommandant war der Neubau der Zeugstätte am heutigen Platz. Während das alte Spritzenhaus nur 2 Tore hatte, plante man an der Schwelle zu Neu-Oberndorf eine moderne Zentrale für Feuerwehr und Rotes Kreuz, sowie ein Wohnhaus.

Diese Entwicklung ist nicht nur deswegen bemerkenswert, weil dieser Standort bis heute aktuell ist, sondern weil OBI Johann Aigner damit als derjenige Feuerwehrkommandant in die Geschichte einging, der die verschiedenen (und mitunter zerstrittenen) Züge der Feuerwehr Oberndorf an einem Standort und unter einem Dach vereinigte.

Wir kannten unseren Hans als einen stets dienstbeflissenen Kameraden, dessen Uniform bestens gepflegt war und der zumeist bereits schon zu Floriani braun gebrannt und uns allen eine respektable Erscheinung war. So lange er bei Festlichkeiten im Ort ausrückte achtete er gemeinsam mit seinem Sohn Manfred stets darauf, dass einer bei der Garde und einer bei der Feuerwehr ging um auch hier allen Abordnungen gleichermaßen zu dienen.

Seine Hingabe zum Feuerwehrdienst war uns ein Vorbild und wir wollen ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren!

 


Kategorie: Allgemein

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