Große Anerkennung für die Kameraden der Bergrettung
Vor zwei Tagen strahlte der Fernsehsender Servus TV einen Dokumentationsfilm über einen langsam erfrierenden Bergsteiger am Mount Everest aus, an dem 30 Bergkameraden während seines Martyriums vorüber gegangen sind: Dying for Everest. Internationale Extrembergsteiger erklärten dabei, dass es unmöglich sei, jemanden, der sich selbst nicht mehr helfen kann, aus dieser extremen Lage zu retten.
Während bei uns dieser Film ausgestrahlt wurde, bewies der Lungauer Bergretter Rupert Hauer das Gegenteil: Ohne eigenen Sauerstoff brach er etwa 150 m unter dem Gipfel ab, um einem in Not geratenen US-Amerikaner und einem Nepalesischem Sherpa das Leben zu retten, die ihre eigenen Bergkameraden bereits zurückgelassen hatten. Er zog sich dabei schwere Erfrierungen an der Nase zu und befindet sich derzeit auf dem Rückweg nach Europa.
Diese Heldentat verdient wohl höchste Anerkennung, besonders aus dem Kreis der ehrenamtlichen Helfer, zumal schon eine Hundertschaft an Bergsteigern plausibel zu erklären versuchte, dass ausgerechnet eine derartige Rettungsaktion unmöglich sei. Dass es ein Salzburger ist, der mit seinem selbstlosen Einsatz das Gegenteil bewies, darf uns besonders stolz machen.

Everest vom CBC 5200m aus – Foto Rupert Hauer
Deutsche Feuerwehr-Führerscheine werden nun in Österreich anerkannt
Österreich/Deutschland: Der deutsche Feuerwehrführerschein gilt auch in Österreich. Das hat Doris Bures, Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie durch einen Erlass ihres Ministeriums jetzt klargestellt.
“Damit wird bei der gegenseitigen Hilfe über die Grenze hinweg Rechtssicherheit geschaffen. Ich freue mich, dass die Groteske um den Feuerwehrführerschein bereinigt wurde. Gerade in Salzburg und im angrenzenden Bayern wird die nachbarschaftliche Hilfe gelebt, die Einsätze der Feuerwehren dürfen nicht durch sinnlose Bestimmungen behindert werden, die Rahmenbedingungen müssen stimmen. Das kann jetzt garantiert werden“, so Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller, heute, Mittwoch, 17. April 2013.
So wie in Österreich gibt es auch in Deutschland einen eigenen Feuerwehr- und Rettungsführerschein. Einsatzfahrer mit Führerschein B plus einer Zusatzausbildung können in Deutschland in zwei Unterklassen schwerere Fahrzeuge bis 4,75 Tonnen oder bis 7,5 Tonnen lenken. Mit dem Erlass des Verkehrsministeriums ist jetzt sichergestellt, dass die deutschen Feuerwehren und Rettungsorganisationen ihren österreichischen Kameraden bei grenzüberschreitenden Einsätzen helfen können.
Im Führerscheingesetz-Gesamterlass wurden die österreichischen Behörden und die Exekutive darüber informiert, dass “Besitzer dieser deutschen Nachweise in Verbindung mit einem Führerschein für die Klasse B von dieser Fahrberechtigung in Österreich im gleichen Umfang wie in Deutschland Gebrauch machen dürfen.”
Seit 1. Jänner 2011 gibt es in Österreich den Feuerwehr- und Rettungsführerschein. Mit dem Feuerwehr-Führerschein können Feuerwehrleute und Mitarbeiter von Rettungsorganisationen mit B-Führerschein bis zu 5,5 Tonnen schwere Einsatzfahrzeuge lenken. Sie benötigen dafür eine interne Ausbildung und eine Prüfung. Diese Lenkberechtigung wird auch in Deutschland anerkannt.
Eine Groteske behinderte bisher die grenzüberschreitende Hilfe bei der Feuerwehr zwischen Deutschland und Österreich: Denn viele deutsche Lenker der Feuerwehrautos waren in Österreich illegal unterwegs, weil ihnen der dafür nötige Führerschein fehlte. Ein Beispiel sind die beiden Freiwilligen Feuerwehren der Nachbargemeinden Großgmain (Flachgau) und Bayerisch Gmain. Die beiden Orte werden nur durch einen Bach getrennt – dementsprechend oft rücken die beiden Feuerwehren miteinander aus. Allein 2011 gab es 35 gemeinsame Einsätze, auch bei dem verheerenden Hochwasser vor etwas mehr als eineinhalb Jahren halfen sie gemeinsam.
Quelle: Landes-Medienzentrum Salzburg
TUIS-Konferenz 2013
Am 12. April fand in der Landesfeuerwehrschule die TUIS Konferenz für das Bundesland Salzburg statt. TUIS steht für Transport-Unfall-Informations-System und soll die Zusammenarbeit der chemischen Industrie mit den Einsatzkräften bei Gefahrgutunfällen verbessern.
Am Vormittag standen mehrere Vorträge zum Thema Gefahrguteinsätze und Möglichkeiten von TUIS am Programm, am Nachmittag konnten Spezialfahrzeuge der BTF Voestalpine, WF Wacker Chemie, WF Infraserv Gendorf, BTF Sandoz und BTF Chemiepark Linz besichtigt werden. Als Abschluss gab es noch einen Theorievortrag zu den Neuerungen im Chemikalien- und Gefahrengutrecht in der EU.
Bericht: Alexander Traintinger, OBM